Hier finden Sie aktuelle Informationen und Pressemitteilungen zum Thema Inklusion

Artikel zum Thema

Interview mit Ebehard Freyerer: Offene Fragen und Dilemmata bei der Umsetzung der UN-Konvention

Spiegel-Online: Behinderte Schüler: Na bitte, es geht doch

Deutschlandradio - Kultur: Kooperation ist besser

 

Pressemitteilungen

11.12.2014

Monitoring-Stelle kritisiert fehlende Weichenstellung zur schulischen Inklusion

Berlin - Anlässlich der heutigen Sitzung der 348. Kultusministerkonferenz (KMK) fordert die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention die Bundesländer auf, die schulische Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen gezielter als bisher umzusetzen. "Dass einige Länder immer noch keine Weichen für ein inklusives Schulsystem gestellt haben und damit die segregative Bildung zementieren, steht im krassen Widerspruch zur UN-Behindertenrechtskonvention", erklärte Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle.

 

14.03.2015

Köln/Berlin

4. Deutscher Schulleiterkongress – ein voller Erfolg
Veranstalter freuen sich auf nächstes Jahr. Schulleiter vernetzen sich und bekommen neue Impulse. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) und der Informationsdienstleister Wolters Kluwer Deutschland (WKD), die beiden Veranstalter des Deutschen Schulleiterkongresses (DSLK), ziehen eine positive Bilanz aus dem diesjährigen Kongress. „Der Wille,
sich fortzubilden, ist ungebrochen“, stellt Udo Beckmann, Bundesvorsitzender des VBE, fest. „der
DSLK hat sich als Top-Bildungsveranstaltung für Schulleitungs-Mitglieder etabliert.“ Rund 2.000
Teilnehmer aus dem deutschsprachigen Raum und dem europäischen Ausland waren nach Düsseldorf
gekommen, um für ihre Arbeit in den Schulen neue Anregungen und Ideen zu bekommen.

18.03.2015

Inklusion in der Lehrerbildung

Empfehlung für Lehrkräfte für eine Schule der Vielfalt

Kultusministerkonferenz (KMK) und Hochschulrektorenkonferenz (HRK) haben eine gemeinsame Empfehlung Lehrerbildung für eine Schule der Vielfalt (PDF) zum Thema Inklusion beschlossen. Die Lehramtsstudiengänge sollen so weiterentwickelt werden, dass die angehenden Lehrkräfte besser auf die Herausforderungen durch eine vielfältige Schülerschaft vorbereitet werden.

„Die Anforderungen an die Lehrkräfte von heute haben sich verändert. Wir müssen achtsam mit den Unterschieden von Kindern und Jugendlichen umgehen. Damit die Lehrerinnen und Lehrer das Potenzial des gemeinsamen Lernens im Schulunterricht vollständig ausschöpfen können, brauchen Schulen Lehrkräfte, die in ihrer Ausbildung auch auf den Umgang mit Vielfalt vorbereitet wurden“, sagte die KMK-Präsidentin und sächsische Kultusministerin Brunhild Kurth.

Inklusion, also der gemeinsame Unterricht von Kindern und Jugendlichen mit unterschiedlichen Lern- und Leistungsvoraussetzungen in Regelschulen, ist eine Querschnittsaufgabe in der Lehrerbildung. Ihr müssen sich die Bildungswissenschaften, Fachdidaktiken und Fachwissenschaften im Studium für alle Lehramtstypen gemeinsam und aufeinander abgestimmt widmen, so die KMK-HRK-Empfehlung.

 

Aus der Politik:

Das neue Inklusionsgesetz ermöglicht den Schulträgern bis 2018 ihre Schulen zu inklusiven Schulen auszustatten. Bis dahin können die Schulträger ihrer Verpflichtung nachkommen, indem sie sogenannte Schwerpunktschulen bestimmen, wenn sie nicht sofort alle erforderlichen baulichen Voraussetzungen gewährleisten können. Dabei muss sichergestellt sein, dass Schülerinnen und Schüler wenigstens eine inklusive allgemeinbildende Schule in zumutbarer Entfernung erreichen können.

 Die nächsten Meilensteine:

  •       Umsetzung im Schulalltag
  •       Auflösung von Förderschulen
  •       Austausch von Erfahrungen in Schwerpunktschulen
  •       Baumaßnahmen und Brandschutz
  •       Empfehlungen

In Niedersachsen ist die inklusive Schule verbindlich zum Schuljahresbeginn 2013/14 eingeführt worden. Das hat der Niedersächsische Landtag am 20. März 2012 mit breiter Mehrheit beschlossen. Die inklusive Schule ermöglicht den Schülerinnen und Schülern einen barrierefreien und gleichberechtigten Zugang zu den niedersächsischen Schulen.

Eltern von Schülerinnen und Schülern mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung erhalten ein Wahlrecht, ob ihr Kind die allgemeine Schule oder eine Förderschule besuchen soll. Sie werden durch die Schulen und die Niedersächsische Landesschulbehörde umfassend beraten.

Grundschulen nehmen seit dem 1. August 2013 alle Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung im Förderschwerpunkt Lernen im 1. Schuljahrgang auf. Für alle Förderschwerpunkte außer Lernen, Sprache und emotionale und soziale Entwicklung können für einen Übergangszeitraum bis 2018 Schwerpunkt-Grundschulen eingerichtet werden.

Weiterführende Schulen nehmen seit dem 1. August 2013 aufsteigend mit dem 5. Jahrgang Schülerinnen und Schülern mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung in allen Förderschwerpunkten im Sekundarbereich I entsprechend der Elternwahl auf. Die Einrichtung von Schwerpunktschulen ist für einen Übergangszeitraum bis 2018 möglich. Danach ist jede Schule jeder Schulform eine inklusive Schule.

Förderschulen bleiben mit folgenden Schwerpunkten bestehen:

  • Emotionale und Soziale Entwicklung
  • Geistige Entwicklung
  • Hören
  • Körperliche und Motorische Entwicklung
  • Lernen (nur Sekundarbereich I)
  • Sehen
  • Sprache

Der Primarbereich der Förderschule Lernen läuft ab 1. August 2013 aufsteigend aus.

Die Förderschulen arbeiten zugleich als sonderpädagogische Förderzentren. Unter anderem planen, steuern und koordinieren sie den Einsatz der Förderschullehrkräfte in den allgemeinen Schulen.